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Waldeck:Ballroom Stories

VÖ: 10.August 2007
Label: Dope Noir


Genre: Electronic & World-Music

Der Wiener Musiker und Kultproduzent Klaus Waldeck ist immer wieder gut für Überraschungen: Mit seinem neuen Album „Ballroom Stories“ entführt uns der Wegbereiter des Wiener "Downbeats" (zuletzt äußerst erfolgreich mit dem Projekt Saint Privat) in die längst vergangene Zeit der Tanz-Salons der 20er und 30er Jahre.
„Zu dieser Zeit gab es eine besondere Lebenslust – und ich denke, dass sie unserer heutigen Zeit gar nicht so unähnlich war. Es herrschte eine gewisse Vergnügungssucht – es war auch eine Zeit, in der Frauen erstmals solo ausgingen und mit ihren ewig langen Zigarettenspitzen auf ihr neues Selbstbewußtsein hinwiesen.“
Musikalisch umwandert das neue Album geographisch Jamaika mit seinen Off-Beat-Stilen, bis hin zu New Orleans und seinem Swing. Um das umzusetzen, hat sich Waldeck eine neue Stimme gesucht. Mit der Sängerin "Zeebee" aus Vorarlberg hat er eine sehr gelungene Wahl getroffen, zumal sie als Solo-Künstlerin mit ihrem "Betty-Boop"-Stil schon öfters auf sich aufmerksam machen konnte. Mit dabei sind auch die langjährigen Weggefährten Brian Amos und Joy Malcolm (bekannt unter anderem als Sängerin der britischen Formation Incognito); letztere übrigens die Stimme aus dem Opener „Make my Day“, den Mercedes für seine aktuelle Formel 1 TV Kampagne mit Weltmeister Fernando Alonso außerwählt hat. Die wichtigste „Nebenrolle“ in Ballroom Stories spielt übrigens die Klarinette, die für Waldeck wie kein anderes Instrument, den Geist dieser Epoche transportiert.
Ganz kann Waldeck freilich seine musikalischen Wurzeln des Dubs, die auch seine beiden Vorgängeralben prägten nicht verleugnen. Immer wieder taucht eine Prise Dubgroove & Reaggie in den Songs auf – und das ist gut so.